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Metaregister: Registermodernisierung beginnt mit Überblick

Die Registermodernisierung gehört zu den zentralen Vorhaben der Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland. Damit Bürger:innen ihre Daten künftig nur noch einmal angeben müssen, braucht es eine moderne und interoperable Registerlandschaft. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch überraschend grundlegend: Wir müssen wissen, welche Register existieren, wie sie organisiert sind und welche technischen Rahmenbedingungen sie mitbringen. 

Genau hier setzt REGIS360, das Metaregister Brandenburg an.

Mit dem nun beginnenden Rollout stellt das MdJD mit Unterstützung durch die #DABB den Kommunen ein webbasiertes Werkzeug zur Verfügung, mit dem Register-Metadaten strukturiert erfasst und gepflegt werden können. Dabei geht es ausdrücklich nicht um die Inhalte von Registern oder personenbezogene Daten, sondern ausschließlich um beschreibende Informationen wie eingesetzte Fachverfahren, Schnittstellen, organisatorische Zuständigkeiten oder technische Rahmenbedingungen.

Informationen erfassen, pflegen und mehrfach nutzen
Die kommunale Registerlandschaft ist historisch gewachsen. Informationen über Register liegen häufig verteilt in verschiedenen Fachbereichen oder IT-Abteilungen vor. Gleichzeitig werden für Digitalisierungs- und Modernisierungsvorhaben regelmäßig ähnliche Informationen benötigt. Das führt oftmals zu erneuten Abfragen, Mehrfacherfassungen und einem hohen Abstimmungsaufwand. 

Das Metaregister verfolgt deshalb einen einfachen Grundsatz: Informationen erfassen, pflegen und mehrfach nutzen. Statt immer wieder neue Bestandsaufnahmen durchzuführen, entsteht eine dauerhaft nutzbare und strukturierte Informationsbasis für zukünftige Vorhaben.

Dabei ist Vertrauen eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg des Vorhabens. Deshalb wurden Datenschutz und IT-Sicherheit von Beginn an berücksichtigt. Im Metaregister werden ausschließlich Metadaten erfasst. Registerinhalte oder personenbezogene Daten werden nicht gespeichert. Zugriffe sind klar geregelt und auf berechtigte Personenkreise beschränkt. Der Produktivbetrieb erfolgt DSGVO-konform in Deutschland. 

Welche Nutzen haben die Kommunen?

Das Metaregister soll die Kommunen nicht zusätzlich belasten, sondern unterstützen. Zu den Vorteilen gehören insbesondere:

  • eine nutzerfreundliche und strukturierte Erfassung von Register-Metadaten,
  • die Vermeidung wiederholter Abfragen identischer Informationen,
  • geringere interne Abstimmungsaufwände zwischen Fachbereichen und IT,
  • die nachhaltige Sicherung von Wissen über Verfahren und Anwendungen,
  • die Vorbereitung auf künftige Anforderungen der Registermodernisierung sowie die Umsetzung des Once-Only-Prinzips. 

Gleichzeitig bleibt die Datensouveränität vollständig bei den Kommunen. Jede Kommune kann ausschließlich ihre eigenen Eingaben einsehen und verwalten. 

Welchen Nutzen hat das Land Brandenburg?

Auch für das Land Brandenburg schafft das Metaregister einen wichtigen Mehrwert. Erst schafft eine belastbare Übersicht über die kommunale Registerlandschaft und ermöglicht es, Unterstützungsangebote passgenau auszurichten, notwendige Schnittstellen frühzeitig zu identifizieren und den Anschluss an bundesweite Infrastrukturen wie NOOTS, das Datenschutzcockpit oder Identitätsdatenabrufverfahren besser zu planen. 

Jetzt gemeinsam starten

Mit dem Rollout startet die nächste Phase des Metaregisters Brandenburg. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit den Kommunen zu gehen und die Voraussetzungen für eine moderne, interoperable und zukunftsfähige Registerlandschaft in Brandenburg zu schaffen.

Technische Fragen zum Metaregister beantwortet das Team unter metaregister@mdjd.brandenburg.de

Gelegenheit zum Austausch gibt es außerdem 

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