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Mit KI schneller zum Wohngeld

Die neue Gesetzeslage zum Wohngeld-Plus bringt eine große Herausforderung mit sich. Die Zahl der Wohngeldanträge hat im Land Brandenburg enorm zugenommen. Die Anträge stapeln sich in den Ämtern. Die Bearbeitung dauert oft viele Wochen. Wie lässt sich dieses Problem nachhaltig und verlässlich lösen? Einen innovativen Ansatz präsentierten wir am 3. Juni 2026 auf der CityLAB Sommerkonferenz 2026.

Ein mutiger Schritt in Potsdam

Die Landeshauptstadt Potsdam hat einen Weg gefunden, offensiv mit der Situation umzugehen. Die dortige Wohngeldstelle startete ein Pilotprojekt, um einen KI-Assistenten zu testen. Das digitale Werkzeug unterstützt das Team bei der Vollständigkeitsprüfung der Anträge. Es sichtet die eingereichten Unterlagen, sortiert die Dokumente, erkennt fehlende Nachweise und formuliert ein Nachforderungsschreiben als Entwurf.

Die DigitalAgentur Brandenburg begleitete diesen Test auf Schritt und Tritt mit dem Ziel, den Mehrwert des KI-Assistenten im behördlichen Arbeitsalltag unabhängig zu evaluieren. Dafür haben wir viele Gespräche mit den Sachbearbeitenden vor Ort geführt.

Messbare Erfolge für die Verwaltung

Die Ergebnisse unserer Auswertung machen Mut. Die Künstliche Intelligenz erkennt handschriftliche Anträge fehlerfrei zu über 90 Prozent. Das Pilotprojekt zeigt eine Zeitersparnis von rund 20 Prozent pro bearbeitetem Fall, die durch Anbindung an ein elektronisches Ablagesystem um weitere 15% erhöht werden kann. Dadurch kann der Rückstau in der Behörde abgebaut werden.

Eine Sachbearbeiterin formulierte es so: „Ich bin überrascht, wie schlau die KI ist, zum Beispiel dass Widersprüche erkannt werden - das ist schon erstaunlich! Finde ich gut, wie die KI auf Anhieb die Eckpunkte der Anträge erfasst. Die KI nimmt uns schon viel Arbeit ab.“ Viele Beschäftigte bewerteten zudem positiv, dass monotone und wenig anspruchsvolle Tätigkeiten reduziert werden. Dadurch bleibt mehr Zeit für fachliche Entscheidungen und die eigentliche Fallbearbeitung, die ohne KI-Assistent durchgeführt wird.

Die Verbesserungen sollen für die Menschen in Brandenburg direkt spürbar sein. Die erste Rückmeldung zu den eingereichten Unterlagen erfolgt nun schon nach wenigen Tagen. Das stärkt den Service für die Bürgerinnen und Bürger und sorgt für mehr Zufriedenheit.

Bereit für den landesweiten Einsatz

Die DigitalAgentur Brandenburg schafft durch diese Evaluation eine verlässliche Entscheidungsgrundlage. Unsere Daten zeigen genau, wo der digitale Assistent den größten Nutzen stiftet – nämlich dort, wo sie Beschäftigte bei standardisierten und dokumentenintensiven Aufgaben unterstützt. Die Technologie ersetzt keine fachlichen Entscheidungen, kann aber Routinearbeiten beschleunigen, die Servicequalität verbessern und Mitarbeitende entlasten. Für Brandenburg liefert das Projekt damit einen praxisnahen Nachweis, wie KI-Anwendungen schrittweise, nutzerorientiert und messbar in die Verwaltung eingeführt werden können. 

Wir haben damit das Fundament für die anstehende Skalierung geschaffen. Das Ziel ist nun der Rollout eines KI-Assistenten in 39 Wohngeldbehörden im ganzen Land Brandenburg. So stärken wir den öffentlichen Sektor im digitalen Wandel dauerhaft.

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