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Brandenburgs Smart-City-Manager-Programm national gewürdigt in „Transforming Cities“

In dem Fachmagazin „Transforming Cities“ wurde dem brandenburgischen Qualifizierungsprogramm Smart-City-Manager ein Artikel in der Ausgabe 4/2025 gewidmet. Der Artikel beschreibt den Entwicklungsprozess sowie die parallel dazu laufende wissenschaftliche Begleitung. Die Autorin Sigrid Obermeier evaluierte diesen Prozess in ihrer Masterarbeit.

Hintergrund

Der Begriff Smart Cities beschreibt den Einsatz von digitalen Technologien in der Stadtentwicklung. Datenbasiert sollen Entscheidungen für eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung unterstützt werden. Wie stark brandenburgische Kommunen auf digitale Tools für die Stadtentwicklung setzten, war im Jahr 2019 noch unklar.

Roman Soike, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung: „Die Ausgangslage war, dass die meisten Kommunen die Digitalisierung zwar bereits als wichtigen Transformationsprozess verstanden, Know-how und strategische Grundlagen aber nur sehr punktuell vorhanden waren. Vor diesem Hintergrund entwickelte das MIL mehrere Maßnahmen, die zum Ziel hatten, Kommunen stärker zu befähigen. Über das sehr nachgefragte Qualifizierungsprogramm war es möglich, Smart-City-Expertise in die Fläche zu bringen und die Grundlage für ein aktives Netzwerk zu schaffen, von dem beteiligte Kommunen auch zukünftig profitieren. Dieser erfolgreiche Ansatz wird nun in der Smart City Akademie bundesweit fortgeführt.“

Dies war Anlass für das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, ein Gutachten zu Smart-City-Aktivitäten in Kommunen in Brandenburg in Auftrag zu geben. Daraus ließ sich ableiten, dass nur vereinzelt Smart-City-Fachwissen in den Kommunen vorhanden ist und nur wenige ganzheitliche kommunale Digitalstrategien vorlagen. Das Land wollte die Kommunen durch die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu Smart-City-Managern unterstützen und den Wissens- und Erfahrungsaufbau in den Fokus rücken. 

Hintergrund

Der Begriff Smart Cities beschreibt den Einsatz von digitalen Technologien in der Stadtentwicklung. Datenbasiert sollen Entscheidungen für eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung unterstützt werden. Wie stark brandenburgische Kommunen auf digitale Tools für die Stadtentwicklung setzten, war im Jahr 2019 noch unklar.

Roman Soike, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung: „Die Ausgangslage war, dass die meisten Kommunen die Digitalisierung zwar bereits als wichtigen Transformationsprozess verstanden, Know-how und strategische Grundlagen aber nur sehr punktuell vorhanden waren. Vor diesem Hintergrund entwickelte das MIL mehrere Maßnahmen, die zum Ziel hatten, Kommunen stärker zu befähigen. Über das sehr nachgefragte Qualifizierungsprogramm war es möglich, Smart-City-Expertise in die Fläche zu bringen und die Grundlage für ein aktives Netzwerk zu schaffen, von dem beteiligte Kommunen auch zukünftig profitieren. Dieser erfolgreiche Ansatz wird nun in der Smart City Akademie bundesweit fortgeführt.“

Dies war Anlass für das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, ein Gutachten zu Smart-City-Aktivitäten in Kommunen in Brandenburg in Auftrag zu geben. Daraus ließ sich ableiten, dass nur vereinzelt Smart-City-Fachwissen in den Kommunen vorhanden ist und nur wenige ganzheitliche kommunale Digitalstrategien vorlagen. Das Land wollte die Kommunen durch die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu Smart-City-Managern unterstützen und den Wissens- und Erfahrungsaufbau in den Fokus rücken. 

Das Qualifizierungsprogramm

In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg, der DigitalAgentur Brandenburg und PD – Berater der öffentlichen Hand wurde ein erstes Schulungskonzept entwickelt. Mittels einer Bedarfsanalyse wurden Rollen definiert und Kompetenzen abgeleitet. Als wichtigste Kompetenzen eines Smart-City-Managers wurden Projektmanagement, Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen, Strategieentwicklung sowie Kommunikations- und Moderationskompetenz ermittelt. 

Die Schulung wurde online in drei Staffeln in Brandenburg in den Jahren 2021 und 2022 durchgeführt. Insgesamt nahmen dabei 45 Kommunalmitarbeitende aus 36 Kommunen Brandenburgs teil und wurden zu Smart-City-Managern ausgebildet. 

Der gesamte Prozess wurde wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Empfohlen wurde einen kontinuierlichen Wissenstransfer als weitere Maßnahme gezielt zu fördern. 

Erfreulicherweise konnte das Qualifizierungsprogramm an das Bundesbauministerium übergeben werden, welches es für ihre Smart City Akademie verwendete. Damit steht es nunmehr bundesweit - um neue Inhalte ergänzt - als Qualifizierungsmöglichkeit auch brandenburgischen Kommunalmitarbeitenden kostenfrei zur Verfügung. 

 

Sigrid Obermeier: „Die kontinuierliche Begleitung der Teilnehmenden ebenso wie die aktive Einbindung der wissenschaftlichen Begleitung in den agilen Workflow des Schulungsteams während der gesamten Projektlaufzeit führten zu einer lebendigen Feedbackkultur, die den Entwicklungsprozess förderte. Dass alle Beteiligten die Weiterentwicklung des Pilotprojekts als äußerst wertvolle praktische Unterstützung der Kommunen bei der Herausforderung der Digitalisierung unterstützten trug wesentlich zum Erfolg bei.“

Das Netzwerk Smart-Region Brandenburg

Die wissenschaftliche Begleitung ergab, dass es schwierig war, innerhalb der beteiligten Kommunalverwaltungen in kurzer Zeit etablierte Praktiken zu verändern. Weitere interdisziplinäre Projekte sollten dazu beitragen, neue Arbeitsweisen in den Kommunen zu etablieren. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass nach erfolgreichem Abschluss der Schulung weitere Wissens-, Kompetenz- und Vernetzungsangebote bereitgestellt werden sollten. 

Auf Grundlage dieser Erkenntnis wurde ein Alumni-Netzwerk der Smart-City-Manager ins Leben gerufen. Angebote des Wissenstransfers, Fachvorträge, Workshops, Wissensbereitstellung von Lessons Learned etc. adressierten die Bedarfe der Kommunen. Durch die Öffnung des Netzwerks für weitere Akteure im Jahr 2024 entstand schließlich das Netzwerk Smart-Region Brandenburg. Inzwischen sind 150 Akteure im Netzwerk aktiv. Angebote richten sich nach den Bedarfen der Kommunen. Hierzu wurde im Januar 2026 erneut eine Kommunalumfrage durchgeführt.

Wissenschaftliche Begleitung

Sigrid Obermeier betont, dass „die Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Forschung Urbane Zukunft (IaF) es ermöglichte, einen externen Blick auf die Schulungsmaßnahme zu werfen und die Anwendung aktueller Methoden und Forschungserkenntnisse gewährleistete. Die kontinuierliche Begleitung der Teilnehmenden ebenso wie die aktive Einbindung der wissenschaftlichen Begleitung in den agilen Workflow des Schulungsteams während der gesamten Projektlaufzeit führten zu einer lebendigen Feedbackkultur, die den Entwicklungsprozess förderte. Dass alle Beteiligten die Weiterentwicklung des Pilotprojekts als äußerst wertvolle praktische Unterstützung der Kommunen bei der Herausforderung der Digitalisierung einschätzten, trug wesentlich zum Erfolg bei. Zum Abschluss des Pilotprojektes stand die Frage im Raum, ob das Projekt nachhaltige Wirkung zeigt. Die Befassung mit den Wirkungsindikatoren lieferte eine wertvolle Grundlage für die zielorientierte Entwicklung weiterer Projekte. Dass die Schulung nun in ein Regelangebot übernommen wurde, bestätigt den Mehrwert einer wissenschaftlichen Begleitung.“

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