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Digitale Verwaltung in Brandenburg

Der eGovernment MONITOR 
der Initiative D21 für unser Bundesland

Die Auswertung des eGovernment MONITOR für Brandenburg zeigt: Unser Land hat Potenzial und das müssen wir nutzen!

In keinem anderen Bundesland sind so viele Menschen online wie in Brandenburg. Gleichzeitig zeigt der MONITOR, dass die Erwartungen an eine moderne und digitale Verwaltung noch nicht vollständig erfüllt wurden. Das möchte ich ändern! Mit einem Fokus auf die flächendeckende Bereitstellung der wichtigsten Verwaltungsleistungen und einem besseren Datenaustausch in und zwischen den Behörden.

Unser Ziel ist klar: Eine bürger- und unternehmensnahe, leistungsfähige digitale Verwaltung in Brandenburg, damit der Kontakt mit Behörden als zeitgemäßer Service und echte Unterstützung empfunden wird.


Dr. Benjamin Grimm,
Minister der Justiz und für Digitalisierung
des Landes Brandenburg

97%

der Brandenburgerinnen und Brandenburger sind Onliner. Das ist das beste Ergebnis in ganz Deutschland.

(3 Prozentpunkte mehr als im Bundesschnitt)

Wir wollen bei der Digitalisierung der Verwaltung in Brandenburg stärker zusammenarbeiten, damit digitale Lösungen effizient umgesetzt werden und dadurch die Qualität der Dienstleistungen sowie die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger und Mitarbeitenden in der Verwaltung steigt.


Ernst Bürger,
IT-Beauftragter der Landesregierung 
und Staatssekretär im Digitalministerium

Digitale Nutzungslücke

37 %

Mehr als jede und jeder Dritte hat in den letzten 12 Monaten alle notwendigen Behördenangelegenheiten rein analog erledigt, statt digitale Wege zu wählen.

Frage: „Hatten Sie in den letzten 12 Monaten ein Anliegen, für das Sie ein Amt oder eine Behörde brauchten?“
Frage: „Denken Sie bitte nun an dieses Anliegen / an alle Anliegen zurück: Haben Sie dies teilweise oder vollständig online erledigt?“

Basis: Alle Befragten mit allgemeinem Bedarf in den letzten 12 Monaten – DE (n = 5.890); BB (n – 366); Angaben in Prozent

Vertrauen in den Staat

In Brandenburg gibt nur noch jede und jeder Vierte an, dem Staat explizit zu vertrauen – noch weniger als 2022. In diesen Ergebnissen liegt ein klarer politischer Handlungsauftrag, spürbare Verbesserungen im Leben der Menschen zu bewirken.

Frage: „Ganz allgemein gefragt: Wie viel Vertrauen haben Sie in den Staat?", Basis: Alle Befragten – DE (n = 8.058); BB (n = 520); Angaben in Prozent

Ich wünsche mir Onlineanträge so einfach wie das Einkaufen bei Amazon. Und daran arbeite ich mit aller Kraft.


Gert Walter, 
Stadt Brandenburg an der Havel 

Kontakt mit Behörden und Ämtern

… finden den Kontakt mit Behörden und Ämtern meistens sehr anstrengend.

4 Prozentpunkte besser als der Bundesschnitt
 

… finden, Behörden und Ämter arbeiten mindestens genauso effizient wie Wirtschaftsunternehmen.

… haben das Gefühl, der Staat macht ihr Leben leichter.

Basis: Alle Befragten – DE (n = 8.058); BB (n = 520); Angaben in Prozent

Brandenburgerinnen und Brandenburger haben Erwartungen, an denen sich die öffentliche Verwaltung messen lassen muss. Werden diese enttäuscht, führt das zu Unzufriedenheit und Vertrauensverlust.

Auch in Brandenburg ist das Vertrauen in den Staat eine Herausforderung: Nur 25 % der befragten Bürgerinnen und Bürger haben Vertrauen in den Staat (Bund, Land, Kommune).

… erwarten von der Verwaltung im 21. Jahrhundert, dass sie deren Leistungen genauso einfach und bequem online in Anspruch nehmen können wie von Privatunternehmen.

… erwarten, dass der Staat sie über seine digitalen Angebote besser informiert und nicht erwartet, dass die Bevölkerung sich selbst informiert.
 

… erwarten, dass der Staat neue Technologien gezielt für eine höhere Effizienz der Verwaltung einsetzt.

Basis: Alle Befragten – BB (n = 520); Angaben in Prozent

Ich finde eine digitale Verwaltung modern, ...

59 %

… wenn ich die Leistung wesentlich schneller erhalten würde.

58 %

… wenn ich benötigte Angebote und Leistungen schnell und einfach online finde.

56 %

… wenn ich nicht immer alle meine Daten neu eingeben müsste.

Stimmen aus unseren Kommunen

Digitale Services müssen verlässlich funktionieren – nur dann wächst das Vertrauen und Digitalisierung wird zum Alltag statt zum Ausnahmefall.

Dort, wo digitale Leistungen dauerhaft zuverlässig bereit-stehen, entsteht Schritt für Schritt echte Routine und damit spürbarer Mehrwert für Verwaltung und Bürgerinnen und Bürger.

Manuela Mewes, 
Gemeinde Kloster Lehnin

Bei 93 % Smartphone-Nutzung in Brandenburg ist eine Mobile-first-Strategie überfällig – digitale Angebote müssen dort funktionieren, wo die Menschen sie nutzen.

Wenn wir vor Ort Prozesse vereinfachen und mutig pilotieren, kann digitale Verwaltung endlich alltagstauglich werden.

Stephanie Kuntze, 
Fachbereichsleiterin Zentrale Steuerung 
und Services sowie Familie & Bildung,
Stadt Herzberg

Alle Mitarbeitenden der Wohngeldbehörde sind sehr zufrieden und wollen die KI – lieber früher als später. Durch den Einsatz der KI-Lösung sparen wir viel Zeit und die Anträge werden wesentlich schneller bearbeitet.

Ein weiterer Aspekt ist die 
Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger. Wir können gezielter beraten und Auskünfte erteilen. 5 von 5 Sternen!

Andrea Baur,
Bereichsleiterin Wohngeldbehörde 
und Stadtverwaltung, 
Landeshauptstadt Potsdam

Eine moderne digitale Verwaltung?

Nur 12 % der Brandenburgerinnen und Brandenburger sind der Meinung, dass ihre Erwartungen an eine moderne, digitale Verwaltung aktuell erfüllt werden. Diese Erwartungslücke lässt sie an der Leistungsfähigkeit der Verwaltung und langfristig des Staates als Ganzes zweifeln.

Frage: „Wenn Sie an Ämter und Behörden denken: Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Erwartungen an eine moderne, digitale Verwaltung aktuell erfüllt werden?“ - Ja, Basis: Alle Befragten – DE (n = 8.058); BB (n = 520); Angaben in Prozent
 

 

Eine rein digitale Verwaltung?

"Stellen Sie sich vor, es ist das Jahr 2030. Alle Verwaltungsdienstleistungen werden vollständig digital abgewickelt. Das gilt sowohl für die Antragstellung als auch für die Bearbeitung durch die Behörde. Sie erledigen alle Behördengänge digital von zu Hause oder unterwegs. Auch die Sachbearbeiter bearbeiten Ihren Antrag ausschließlich digital, alle Informationen sind jederzeit digital verfügbar und austauschbar. Eine Antragstellung in Papierform ist nicht mehr möglich.

Wie finden Sie diese vollständige Digitalisierung von Verwaltungsleistungen?“

33 %

“Ich finde das sehr gut und halte eine vollständig digitale Verwaltung für selbstverständlich.”

31 %

“Ich kann es mir prinzipiell gut vorstellen, aber ich habe noch Fragen oder Bedenken.”

24 %

“Ich stehe dem kritisch gegenüber, könnte es mir aber unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen.”

9 %

“Ich lehne das klar ab und bestehe auf analogen Angeboten.”

5 %

“Weiß nicht”

Ein Drittel der Brandenburgerinnen und Brandenburger finden, Digital Only ist eine Selbstverständlichkeit. Nur 1 von 10 Personen lehnt eine rein digitale Verwaltung kategorisch ab, aber jede und jeder Vierte äußert sich kritisch.

Basis: Alle Befragten – DE (n = 8.058); BB (n = 520); Angaben in Prozent

Was braucht es für eine breite Akzeptanz?

Eine schnellere Bearbeitung von Anträgen macht fast die Hälfte der Brandenburgerinnen und Brandenburger zur Bedingung für Digital Only. Fast genauso wichtig ist ihnen, dass Eingabemasken in einfacher Sprache gehalten und verständlich sind – der höchste Wert aller Bundesländer.

Frage: „Die vollständigen Digitalisierung von Verwaltungsleistungen wäre in Ordnung für mich, …“, Basis: Alle Befragten, die Bedenken haben oder ablehnend eingestellt sind – DE (n = 5.372); BB (n = 354); Angaben in Prozent
 

Warum nutzen Brandenburgerinnen und Brandenburger E-Government nicht (häufiger)? – Top 5

Frage: „Welche der im Folgenden aufgeführten Barrieren sprechen für Sie persönlich generell gegen eine (intensivere) Nutzung von Online-Behördendiensten?“, Basis: Alle Befragten – BB (n = 520); Angaben in Prozent

Die Voraussetzung für eine rein digitale Verwaltung fehlt bei den meisten Brandenburgerinnen und Brandenburgern.

23 %

aller Personen mit gültigem Personalausweis in Brandenburg haben die Online-Ausweisfunktion bereits genutzt.

In Brandenburg haben nur 4 von 10 Personen überhaupt einen einsatzbereiten Online-Ausweis – dabei ist eine sichere digitale Identität für durchgängig digitale Behördengänge unverzichtbar.

Basis: Alle Befragten mit gültigem Personalausweis – BB (n = 496); Angaben in Prozent

Das digitale Nutzungsverhalten in Brandenburg

D21-Digital-Index 2024/25 | Gerätenutzung sowie Nutzung des mobilen Internets
Basis: Personen ab 14 Jahren in Brandenburg (n = 955); Angaben in Prozent
 

Digitale Verwaltung auch von unterwegs?

55 %

der Brandenburgerinnen und Brandenburger, die bereits E-Government genutzt haben, haben dies mit einem Smartphone oder Tablet getan.

Ich habe für den folgenden Vorgang im Zusammenhang mit einem Online-Behördendienst schon einmal ein Smartphone oder Tablet benutzt:

Brandenburg geht digital
 

Let's rock the future!

D21-Studie kompakt für Sie als Download

Eine kurze, prägnante Zusammenfassung der wichtigsten Fakten und Erkenntnisse auf einen Blick
Download PDF (733 KB)

Methodik des 
eGovernment MONITOR
 

Online-Befragung

Repräsentativ für die Online-Bevölkerung der Bundesländer (Personen ab 16 Jahren,
die das Internet privat nutzen), gewichtet nach Alter, Geschlecht und Bildungsniveau

Erhebungszeitraum: April/Mai 2025

 

Methodik des
D21-Digital-Index
 

Persönlich-mündliche Interviews (CAPI) sowie Online-Interviews (CAWI)

Grundgesamtheit ist die deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren in Privathaushalten

Nicht gewichtet und damit nicht repräsentativ für die Bevölkerungsstruktur in Brandenburg. 

Erhebungszeitraum: Juli 2024


CC BY 4.0: eGovernment MONITOR 2025, durchgeführt von Kantar für Initiative D21 und TUM, September 2025.

Alles weitere zur CC BY 4.0 Lizenz finden Sie hier: 
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de

DigitalAgentur
Brandenburg GmbH


Marlene-Dietrich-Allee 16
14482 Potsdam

Tel.: 0331 660 4000
kontakt@~@digital-agentur.de

Ministerium der Justiz und für Digitalisierung


Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

Tel.: 0331 8660
poststelle@~@mdjd.brandenburg.de

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